Archiv des Autors: Kristina Krieger-Laude

Chortreffen einmal anders – Herbstwanderung 2018

Am Sonntag, den 16.09.2018, traf sich bei strahlendem Sonnenschein eine unternehmungslustige, frohgelaunte Schar des Jungen Chores Dersdorf am Wanderparkplatz des Heider Bergsees in Brühl zum Aufbruch für eine kleine Wandertour. Mit und ohne Partner oder Partnerin einschließlich Hund begaben wir uns auf Schusters Rappen. Alt, Tenor, Sopran und Bass, jede Stimme war besetzt.

 

Anstelle unserer Chorleiterin Kathrin übernahmen dieses Mal Heinz und Marita die Regie. Als Wanderführer hatten sie die 11 km lange Wanderstrecke vorzüglich geplant, organisatorisch unterstützt von Irmgard. So wurde es eine Tour voller Variationen entlang der vielgestaltigen Seenlandschaft des ehemaligen Braunkohleabbaugebiets. Frohgemut vor sich hinwandernd bildeten sich immer wieder neue Formationen von Plaudergrüppchen, in denen Bekanntes und Neues ausgetauscht wurde.


Zwischendurch gab es häufiger kleine Verschnaufpausen. Zu einer größeren Rast lud uns eine Lichtung mit Sitzmöglichkeiten im gemütlichen Rund ein. Da kamen aus den Rucksäcken überraschend verborgene Schätze hervor. Ein Rucksack enthielt sogar ein ganzes Büffet: Bunte Brotspießchen, leckere Mozzarella- Tomaten – Spieße und saftige Wraps für uns alle. Frisch gestärkt konnten wir anschließend zu neuen Taten aufbrechen.

Hin und wieder lockerten wir unsere Körper für die zukünftige Chorarbeit auf, indem wir zur Seite sprangen, um Radlern den Weg freizumachen. Auch die dabei aufgenommene erhöhte Sauerstoffmenge wird sich sicherlich positiv auf unsere Singfähigkeit auswirken. Kreuzten Jogger unseren Weg, tauschte man den einen oder anderen sportlichen Gruß aus.

 

 

Unter unseren Füßen raschelte das trockene Laub, und unsere Augen erfreuten sich an den Farben des spätsommerlichen Waldes. Die Blätter des lichtdurchfluteten Waldes erstrahlten in
unzähligen Grünschattierungen, im Sonnenlicht glitzerte die Wasseroberfläche der Seen und wir entdeckten verwunschene Ruheplätze und verschiedene Wasservögel. Einmal bot sich uns ein ganz besonders romantisches Bild: Umrahmt von tief herabhängenden Baumzweigen und Seegras zog ein Schwan majestätisch seine Kreise auf dem See. Kann man da nicht verträumt an Tschaikowsky denken?

Unser Tempo lässt sich mit moderato beschreiben, ab und zu mit allegretto. Alles in allem eine Geschwindigkeit, bei der man sich nicht übernahm, aber replica uhren insgesamt etwas Gutes für die Gelenke, Knochen, Muskeln und den Kreislauf tat. Zum guten Schluss unserer Tour kehrten wir noch ins Restaurant Strandbad ein.

 

Die Stimmung in fröhlicher Runde war famos. Im Rückblick fasste unser Chormitglied Andreas den Tag mit folgenden Worten zusammen: „Wirklich ein sehr schöner Tag…. Danke!“ Ich glaube, wir dachten genauso und hätten als Chor jubelnd einstimmen  können: „Wirklich ein sehr schöner Tag… Danke!“ (crescendo).

  Christine Völker-Rauser

Der Chor an St. Albertus Magnus Dersdorf wird zum Tier…

Welche Tiere sind besonders aufgeschlossen, gesellig und kontaktfreudig? – Richtig, Schafe!

Wenn also die Sängerinnen und Sänger des Chores zum Tier werden, dann können sie nur Schafe sein! Wer den Chor an St. Albertus Magnus Dersdorf kennt, der weiß: Hier wird nicht nur gemeinsam gesungen und geprobt, sondern auch gefeiert, getanzt und gelacht. So war es auch am 10. Februar, als sich die lammfrommen Sängerinnen und Sänger ausnahmsweise nicht zum Einstudieren von Schäfers Sonntagslied trafen. Stattdessen wurden nach monatelanger Vorbereitung die letzten Felle geschoren, Klauen mit Strasssteinchen verziert und nötiges Kraftfutter getankt. Dann ging es los: Die Herde traute sich aus dem heimischen Stall ins benachbarte Waldorf, um sich dort am fröhlichen Treiben des Straßenkarnevals zu weiden.

Wer beim Chor eine Horde schwarzer Schafe erwartete, der wurde eines Besseren belehrt: Selbst der letzte Wolf war in einen bunten Schafspelz gekleidet. In blau, rosa, weiß und grau tanzte die Herde des Chores über die Straßen von Waldorf und blökte gekonnt das eine oder andere Karnevalslied mit. Selbst beim größten Regenguss wurde davon abgesehen, die schicken Schäfchen ins Trockene zu bringen. Stattdessen reichte das eine oder andere Leckerli, um auch das letzte Lämmchen zum Weitergehen, -singen und -schunkeln zu begeistern.

Nach dem Karnevalszug trottete die Herde des Chores an St. Albertus Magnus zum Unterstand der replica uhren Gaststätte Kreuel, wo ausreichende Tränken bereitstanden. So konnten der große Durst nach dem aufregenden Ausflug gestillt und das kölsche Liederrepertoire praktisch erprobt und erweitert werden. Gott sei Dank, dass die Schäfchen des Chores so melodisch blöken können! Wer weiß, ob ihnen sonst nicht noch die Hammelbeinchen lang gezogen worden wären…

Je weiter der Abend fortschritt, desto mehr sehnte sich das eine oder andere Lamm nach seinem heimischen Liegeplatz – und während die Einen schon wieder Schäfchen zählten, sangen die Anderen noch: „Du kanns naaks nit mih schloofe, denn selvs die Schoofe sin janz laut am singe…“ und freuten sich schon auf das nächste Jahr im Waldorfer Straßenkarneval.